Wohin entwickelt sich das moderne Theater?

Wohin entwickelt sich das moderne Theater?

Wohin entwickelt sich das moderne Theater?

Wohin entwickelt sich das moderne Theater? – Ein Beispiel: Es wird mit harten Bandagen rhetorikt. Auch schonmal hart getroffen. In welche Richtungen soll sich das Theater entwickeln? Erst Auflösung von traditionellen Strukturen, keine Geschichten mehr, keine Figuren mehr. Dann keine Absichten mehr, keine Ideen, keine Schauspieler mehr. Am Schluss auch keine Können mehr. Die zufälligen Zuschauer sollen sich selbst was denken. Verständnislosigkeit. Bedeutungslosigkeit. Überflüssigkeit. Es ist doch eh alles Theater.  Vergleiche dazu auch die Beiträge in: Christian Esch u.a. (Hg): Es geht auch anders. Theater Festival Impulse. 2012 Berlin. Verlag Theater der Zeit und NRW KULTURsekretariat. Hier wird Tacheles geredet.

Jetzt die ersten Impulse: Wieder Theater machen. Mit Figuren, Geschichten, Licht. Wer kennt sich da noch aus?

Eine Theatergruppe - so finde ich - zeigt einen Weg. Den mag ich mitgehen. Da macht mir modernes, postmodernes, afterpostmodernes Theater wieder mehr Spaß. Ich fühle mich als Zuschauer wieder ernster genommen, werde einbezogen, darf mitmachen. Nicht das Loch der mangelnden Fantasie von Regisseuren füllen. Werde berührt, angerührt. Und bin doch nicht nur Objekt eines Kunstprozesses.

Wie heißt die Wunderformeln dieser Mädchengruppe mit Quotenmann? Theater und Performance verschmelzen bei den Fräuleins. Schwer zu sagen, was es genau ist. Aktionskunst? Szenische Interventionen in Urbanität? Türen zu theatralen  Gemeinschafts- und Erfahrungsräumen? Auf alle Fälle gehören umfangreiche Recherchen zu ihren Projekten. Das heißt: Hier gibt es wieder Substanz und war zu erzählen. Sie nennen es „künstlerische Feldforschung im Selbstexperiment". Sie benutzen „Erzählverfahren aus Pop- und Hochkultur" und entwickeln in „kollektiven Probeverfahren thematisch geleitete Ästhetiken und Formate, die sich stets zwischen Cultural Performance und theatralem Experiment bewegen und häufig von Teilhabe und Interaktion mit dem Publikum geprägt" seien. (Zit. Nach der Broschüre Frl. Wunder AG Workshops und Seminare. 2013. fraeuleinwunderag.net)

„Frl. Wunder AG" entwickelt aus künstlerischen Feldforschung und biographischem Material unterhaltsame, filmische und theatrale Bilder und Aktionen. Sie möchten auch Menschen ansprechen, die nicht zum klassischen Theaterpublikum gehören. Ich habe mir zwei Aufführungen angeschaut, in Wolfenbüttel und Marburg/L

„Auf den Spuren ..." Trailer > http://vimeo.com/44828430 und

„Power of Pussy" Trailer > http://vimeo.com/12420726.

Die Sinnlichkeit ist zurück! Das Theater ist tot. Es lebe das Theater. http://volkerlist.de

verfasst von volker am 29. Mar. 2013