"Ich mag meine Gruppe!"

"Ich mag meine Gruppe!"

TOP: Hallo Helene, schön, dass du dich für ein TOP-Interview zur Verfügung stellst. Wie alt bist du und aus welcher Stadt kommst du?

Helene: Ich bin fünfzehn Jahre alt und komme aus Stralsund.

TOP: Wir wissen, du spielst Theater. Seit wann machst du das und wie bist du dazu gekommen?

Helene: Ich spiele jetzt fast vier Jahre Theater. Ich habe früher getanzt und als ich damit aufgehört habe, wollte ich gerne etwas Neues machen. Da mir Theater spielen schon immer Spaß gemacht hat, habe ich im Internet geguckt, wo es bei mir in der Nähe möglich ist und bin dann zu unserem Theaterjugendclub gegangen.

TOP: Du bist also schon ein alter Hase im Bühnengeschäft. Bei welchen  verschiedenen Stücken hast du schon mitgespielt?

Helene: Mein erstes Stück, bei dem ich mitgespielt habe, hieß „Mittendrin Gefühlschaos", danach kam dann „Das Zufallsspiel" und bei „Play" habe ich nur noch die Vorbereitungen miterlebt, da ich danach einen Schüleraustausch gemacht habe.

TOP: Gibt es ein Stück, welches dir besonders stark in Erinnerung geblieben ist?

Helene: Ja, das „Zufallsspiel". Unsere Gruppe ist in dem Jahr größer geworden und ich fand das Thema, was wir aufgegriffen haben sehr spannend.

TOP: Was ist für dich das Besondere daran, Teil eines Theaterstückes zu sein und mit anderen Jugendlichen gemeinsam auf der Bühne zu stehen?

Helene: Es ist immer eine kleine Herausforderung sich in eine andere Person hinein zu versetzen und sich zu überlegen, was die Person denkt, welche Gesten sie oft macht und wie sie sich fühlt. Auf der Bühne ist nicht jeder einzeln, man handelt immer als Gruppe, auch wenn einer einen Fehler macht reagiert man als Gruppe, sodass es nicht auffällt. Und ich mag meine Gruppe.

TOP: Gibt es auch etwas am Theater spielen, was du nicht magst?

Helene: Das Theaterspielen an sich macht mir viel Spaß, aber es gibt Phasen von den Vorbereitungen des Stückes, die ich nicht mag.

TOP: Auf welche Art wird in deiner Theatergruppe ein Stück erarbeitet? Magst du kurz den Weg von der ersten Idee bis hin zum fertigen Stück beschreiben?

Helene: Bevor wir anfangen unser Stück zu schreiben oder ein Thema zu finden, machen wir oft Spiele wie Stehbock- Laufbock. Danach oder währendessen sammeln wir auch Ideen für unser neues Stück und suchen uns ein Thema aus. Wenn wir das Thema haben, improvisieren wir kleine Szenen und entscheiden danach, was gut war und wir in unser Stück nehmen könnten. Wir überlegen uns auch verschiedene Charaktere und ihre Eigenschaften. Danach fangen wir selber an, die Szene zu schreiben. Sobald das Skript fertig ist beginnen wir die Szenen einzuüben und verändern sie auch oftmals.

TOP: Welche Phasen in der Probenarbeit machen dir besonders viel Spaß und welche eher nicht so sehr?

Helene: Ab dem Improvisieren von den Szenen macht mir eigentlich alles Spaß. Aber besonders mag ich es, wenn wir anfangen die Szenen aus unserem Stück zu proben. Allerdings mag ich die Phase mit in den Spielen nicht, da ich darin oft keinen Sinn sehe und sie auch teilweise keinen Spaß machen. Ich fände es besser, wenn wir in dieser Zeit mehr Improvisieren oder andere Sachen machen, die direkter etwas mit Theater zu tun haben.

TOP: Wie viele Vorstellungen spielt ihr, wenn euer Stück fertig ist und für wen? Ladet ihr besondere Gäste ein?

Helene: Wir haben oft 5-7 Vorstellungen, die ins Programm des Theater Vorpommern aufgenommen werden. Darunter sind auch Vormittagsvorstellungen für Schulklassen.

TOP: Kannst du dir vorstellen, dass Theater auch in deiner beruflichen Zukunft eine Rolle spielt?

Helene: Ja, allerdings nicht auf der Bühne. Ich könnte mir vorstellen Kostümbildnerin oder Bühnenbildnerin zu werden

TOP: Vielen Dank für das Interview, Helene! Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß! Und Tschüss!

verfasst von Lu Reichel am 04. Dec. 2013