Volker List Theater Darstellendes Spiel

Volker List Theater Darstellendes Spiel

Ottersberg - Bericht II

Die dritte Woche...

Die dritte Woche hat bei uns ziemlich chillig angefangen.
Wir haben unsere Wahlpflichtfächer gehabt und ich war überrascht, wie schnell eine Vorlesung vorbei geht und wie interessant sie gestaltet werden kann.
Unsere Gruppe hatte sehr viel Diskusionsbedarf und wollte alles was unser Dozent als These aufgestellt hat diskutieren und vertiefen. Dazu hat unser Dozent den "Fehler" gemacht,  uns anzubieten, dass wir nach der Vorlesung gerne zu ihm kommen können um weitere Themen zu vertiefen. Daraufhin sind ziemlich viele von uns zu ihm hingegangen und wollten weitere Themen besprechen. Auch nach der Vorlesung gab es bei uns untereinander noch reichlich Diskusionsbedarf.

Am nächsten Tag hatten wir Rhythmus und haben mit unsrem Dozenten zu verschieden Themen improvisierte Tänze dargestellt, was richtig viel Spaß gemacht hat - und vorallem waren wir dannach total entspannt. Man verliert all sein Schamgefühl und tanzt einfach drauf los, allerdings sollte es einigermaßen im Takt der Musik sein und dem Thema der Musik z.B Chaos angepasst sein.
Anders dagegen ist Akrobatik, da hat unser Dozent Musik angemacht und wir haben einfach drauflos getanzt/gerockt. Ob das im Takt der Musik war oder nicht hat niemanden wirklich interessiert. Das Motto der Stunde war einfac nur HAVE FUN.

Außerdem wurden mehrere Kennlerspiele gespielt. Unteranderem wurden wir in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt und haben uns gegenseitig erzählt, was wir noch nie gemacht haben. So konnten wir die anderen gut durchleuchten und haben gemeinsam viel gelacht und Spaß gehabt.
Das Beste war, dass es keinen Gewinner und auch keinen Verlierer gab sondern es einfach nur um Spaß miteinander ging.

In Schauspiel mussten wir uns aus Zeitungen 2 Überschriften aussuchen um daraus ein Standbild zu inzinieren. Das Puplikum hatte die Aufgabe sich Überschriften für das Standbild auszudenken, die ihrer Meinung nach passten. Es kamen oft sehr witzige Vorschläge dabei raus, aus denen wir uns wiederum eine aussuchen sollten, um uns einen Dialog dazu überlegen.

Am Donnstag war unsere einzigste Lehrveranstaltung Stimmbildung. Wir haben verschiedene Stimmübungen gemacht, indem wir mit unseren Mund Geräusche gemacht haben, um daraus einen Rythmus zu entwickeln. Am Ende hatten wir die Aufgabe, 45 Minuten lang mit keiner Menschenseele zu reden und unsere Umgebung wahrzunehmen. Wir durften uns frei auf dem Gelände bewegen und nur in äußersten "Notfällen" pantomimisch kommunizieren. Für einige war der Kaffee aus der Cafeteria ein Notfall und es war echt lusig mit anzusehen, wie derjenige der hinter dem Thresen war die Welt nicht mehr verstanden hat, bis ihm ein Licht aufging und er gecheckt hat welche Lehrveranstaltung wir haben. Zum Schluss haben wir die Zeit reflektiert und uns ist bewusst geworden wie viele Dinge und Geräusche wir überhören. Sei es das Runtergehen der Treppe oder die Hand beim Hinuntergleiten des Treppengeländers.

Unsere erste Lehrveranstaltung am Freitag war Performative Ästetik. Zu diesem Seminar haben wir keinerlei Einführung bekommen sondern bekamen den Auftrag eine performative Handlung darzustellen. Wir durften nur die nötigsten Geräusche machen und nicht mit einander reden sondern nur nonverbal kommunizieren und daraus die performative Handlung darstellen. Das ging natürlich total in die Hose, was daran lag, dass viele mit dem Wort nichts anfangen konnten und wir nicht wusssten, wie wir das jetzt umsetzen sollen.
Unsere Dozenten hätte sich vielleicht präzieser ausdrucken sollen, da die meisten mit dem Wort nach dem Seminar immer noch nichts anfangen konnten. Außerdem hätten wir miteinander reden sollen, damit man bessere Absprachen treffen kann, was bei so einer großen Gruppe wie wir es sind nonverbal sogut wie unmöglich war.

Schauspiel, Spielanlässe und Spielform war unsere letzte Lehrveranstaltung. Unser Dozent hat Masken mitgebracht, die wir aufsetzen mussten um zu spüren wie unsere Körperhaltung- und Sprache  sich verändert. Es war extrem spannend zu sehen wie der Spieler plötzlich eine ganz andere Haltung eingenommen hat, die die Mimik der Maske wiederspiegelt. Viele waren der Meinung das es nur Zufall war und konnten sich nicht drauf einlassen, aber meiner Meinung nach hat die Maske den Spieler dazu gebracht eine andere Haltung einzunehmen. 

 

verfasst von Britta am 19. Oct. 2013