Ottersberg - Bericht I

Ottersberg - Bericht I

Ottersberg - Bericht I

Hallo, ich bin Charlotte Werner und studiere seit dem 30.09.13, an der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg, Theater im Sozialen/ Theaterpädagogik, kurz: TS.

Erster Tag. Aufgeregt, neugierig und gespannt kommen wir an der Uni an. Wir erkennen uns zum Teil von der Aufnahmeprüfung wieder und gehen zur Begrüßungsfeier. Bei der Begrüßungsfeier führt uns der 2. Jahrgang TS Arbeitsergebnisse vor (Stockkampf, Maskentheater). Wir wollen alle loslegen, sofort!
Nach der Begrüßungsfeier aller Studienanfänger trifft unser Studiengang sich zu einem kleinen Frühstück. Das ist Tradition in Ottersberg. Die Neuen, aber auch die Gäste, bekommen zur Begrüßung ein kleines Frühstück bereitet. Liebevoll und lecker.
Wir beschnuppern uns. Und wo kommst du her? Wohnst du in Ottersberg oder in Bremen? Das ist der Becher mit der Banane und das ist Charlotte,... ein Namensspiel kommt auf.

Dann kommt unser Schulleiter, um uns mitzuteilen das wir heute von 14:30-19:00 interdiszplinäres Projekt haben, gemeinsam mit den anderen Erstis (Kunsttherapie=KS und Freie Kunst=FK) und dem 2. Semester KS. Aha? Okay.
Das Projekt heißt „Kunst und Unternehmen“ Untertitel: „Wildwechsel“. Das Projekt geht über zwei Wochen. In der ersten Woche werden wir jeden Tag von 09:35-18:00 in der Uni sein und in Kleingruppen Kunst zum Thema des Projekts entwickeln. Wir diskutieren, produzieren und fühlen uns manchmal etwas überfordert und allein gelassen. Doch die Ergebnisse sind großartig und total unterschiedlich. Von Performance über Fotostrecken und Gemalten bis hin zum Kurzfilm ist alles dabei. Nach der Präsentation der Ergebnisse fühle ich mich wie nach einem abgefahrenem Museumsbesuch. Spannend.

Aber was machen wir eigentlich in der 2. Woche?
Nun wir erstellen einen Fragebogen zum Thema „Kunst und Kreativität im Unternehmen und führen mit Geschäftsführern verschiedenster Unternehmen (von Krankenhaus über Autohaus und Galerie zu Social Media Betrieb) Interviews mit unseren Fragebögen. Danach werten wir die Antworten aus. Wir TS´ler fangen an ungeduldig zu werden. Ja, das ist ein echt geiles Projekt, aber wir wollen jetzt Theater machen! Da müssen wir uns wohl noch ein wenig gedulden.
Das Unternehmen, in das ich mit meiner Kleingruppe gehe, überrascht uns. Löst eine Menge unserer Klischees auf. Uns wird sofort das Du angeboten, die Atmosphäre ist locker und freundlich. Wir nehmen alle etwas Positives aus dem Gespräch mit, Berührungsängste werden abgebaut.

Während der Auswertung erfahren wir, dass viele, eigentlich die meisten, ein eher positives Erlebnis hatten.

Nach der Auswertung melden sich einige, sie wollen Feedback zur Durchführung des Projekts geben, hauptsächlich Kritik. Die Dozenten hören sich alles an und überraschen mich dann. Sie geben zu, dass sie einige Fehler gemacht haben „aber auch für uns war es das erste Mal, dass wir dieses Projekt durchgeführt haben.“ Einer sagt sogar, welche Kritikpunkte er für sich persönlich annehmen kann. Hut ab, das muss man auch erst mal können!

Am letzten Tag der zwei Wochen haben wir ein Portfolio-Plenum. Zum Abschluss des Projekts muss nämlich jeder ein Portfolio zu seiner Arbeit erstellen, als Prüfung.

Fazit: Zwei anstrengende aber spannende Wochen. Ich bin in Otterberg angekommen und bin gespannt wie es weitergeht.

verfasst von Charlotte Werner am 19. Oct. 2013