Ottersberg - Bericht V

Ottersberg - Bericht V

Ottersberg - Bericht V

Ich weiß nicht was genau sich verändert hat, aber diese Woche war auf angenehme Weise sehr intensiv. Vielleicht ist es weil wir langsam alle angekommen sind und uns ein bisschen besser kennen gelernt haben. Es ist ein Wir­-Gefühl in der Gruppe entstanden und das tut gut.

Außerdem habe ich ein paar Kommilitonen gefunden (na gut, eigentlich fast das gesamte Semester) die Lust haben mit mir neben der Uni ein Theaterstück einzustudieren. Das finde ich super. Ich stelle gerne mit anderen etwas auf die Beine. Jetzt bin ich bei der Stückfindung und Raumorganisation. Die Raumorganisation stellt an und für sich kein Problem dar da wir die Räume der Hochschule dafür nutzen dürfen, auch Samstags. Ich muss es also nur anmelden.

In Akrobatik fangen wir jetzt mit Tricks an bei denen ich vor zwei Monaten noch gesagt hätte: Das werde ich nie können. Und jetzt? Jetzt halte ich das einfach für eine spannende Herausforderung.
So geht es mir mit vielem. Ich werde mutiger, traue mir selbst mehr zu.
Bei Maskentheater fangen viele von uns an mit den Füßen zu scharren. Wir wollen eigene Masken bauen. Da müssen wir uns jedoch noch ein wenig gedulden. Wir intensivieren das Spiel mit den Nasenmasken und profitieren weiterhin von dem unglaublich großen Erfahrungsschatz unseres Dozenten. Es wird aber auch viel diskutiert. Überhaupt wird in Ottersberg viel diskutiert.

Ich habe im Moment so viel Energie wie schon lange nicht mehr. Das Arbeiten an und mit Dingen die mir Spaß machen gibt mir Energie und manchmal weiß ich fast nicht wohin damit. Ich bin mal wieder richtig begeistert von meiner Hochschule und freue mich auf den weiteren Studienverlauf.

Ab nächste Woche haben wir Improvisation. Den Dozenten kennen einige von uns schon aus Stimmbildung. Mit ihm macht das Arbeiten Spaß. Es ist echt intensiv und tiefgehend, man nimmt viel aus seinem Unterricht mit. Dadurch sind seine Stunden aber auch oft sehr anstrengend.

In zeitgenössisches Theater haben wir unseren Theaterbesuch letzte Woche besprochen (Woyzeck am Goethethater Bremen). In Schauspiel haben wir an unseren Szenen weitergearbeitet und Übungen gemacht die helfen können einen neuen Blick auf ein Stück zu bekommen.

In Rhythmus haben wir mittlerweile drei verschiedene Rhythmustänze die wir immer ein bisschen weiterlernen. Einen afrikanischen Stiefeltanz, einen Stockkampftanz und einen Sitztanz aus Tahiti der viel auf Klatschrhythmen basiert. Für Rhythmus muss man immer ziemlich früh aufstehen aber danach ist man immer hellwach und für den Rest des Tages viel aufnahmefähiger als sonst.

verfasst von Charlotte Werner am 25. Nov. 2013