Ottersberg - Bericht VI

Ottersberg - Bericht VI

Ottersberg - Bericht VI

In den letzten beiden Wochen hatten wir Improvisationsseminare. Die waren echt gut. Wir hatten alle richtig viel Spaß und haben uns ausprobiert. Wir alle haben eine Grenze überschritten und dabei vielleicht etwas über uns selbst gelernt.. Wir haben gesehen wie wichtig Authentizität auf der Bühne ist und das man bei Impro einfach auf die Bühne springen kann ohne einen blassen Schimmer davon zu haben, was passieren wird und was man selbst tun wird. Einfach mal Ja sagen und Angebote annehmen. Die Ergebnisse davon sind super.
Im Rahmen des Improvisationsseminars hatten wir auch einen Workshop bei einem Clown. Clowns sind nicht so mein Ding, ich hab immer mehr Mitleid mit ihnen gehabt als das ich sie lustig fand. Ich kannte aber auch nur den typischen Zirkusclown, den dummen August.
Clownerie ist aber mehr, vielfältiger. Clownerie ist eine ganz bestimmte Art Menschen einen Spiegel vorzuhalten, dafür braucht man die typische Nase nicht. Ich bin jetzt neugierig auf die Vielfalt des Clowns. Leider war der Workshop einmalig. Nun dann muss ich eben selber auf die Suche gehen.

Diese Woche hatten wir erste Leseprobe für „Frühlings Erwachen“ von Wedekind. Ich freue mich schon auf die weiteren Proben. Nächste Woche machen wir die Rollenverteilung und erstellen einen Probenplan. Ich will schon länger mal Regie führen und hier habe ich eine Gruppe von Leuten die Spaß daran haben diesen Weg mit mir zu gehen. Wir können die Räumlichkeiten und den Fundus der Hochschule nutzen. Solche Möglichkeiten sollte man nutzen.

In Kunstgeschichte sind wir bei Vincent van Gogh, seinem Ohr und seinem Tod angekommen. Hoffentlich wird die nächste Stunde nicht ganz so tragisch vom Inhalt her.

Bei Schauspiel, Spielanlässe, Spielformen wenden wir uns jetzt  der Performance zu. Wir schneiden hier erst mal alles nur an um die verschiedenen Spielformen kennen zu lernen, später werden die einzelnen Methoden vertieft.

In Akrobatik haben wir wieder neue Figuren gelernt. Die Figuren bekamen jedoch mit meiner Partnerin einen unfreiwilligen, komischen Nebeneffekt weil wir so unterschiedlich groß sind.

Nächste Woche schnuppern wir, als Weihnachtsbonbon, in die zirzensischen Möglichkeiten rein, also Jonglieren, Diabolo, Poi etc.

In Stimmbildung haben wir uns damit auseinandergesetzt wo Konsonanten im Mund gebildet werden und Singübungen mit den Vokalen gemacht. Außerdem haben wir versucht dem Unterschied zwischen aus der Brust und aus dem Bauch heraus sprechen, auf den Grund zu gehen.

Donnerstag hatten wir nur bis Mittag und Freitag hatten wir frei aufgrund der Sturmwarnung. Zitat einer Kommilitonin: „Da bekommt das Wort "sturmfrei" eine ganz neue Bedeutung.“ Spontan lud ich ein paar Kommilitoninnen zu mir ein und wir tranken gemütlich Wein während draußen der Sturm tobte.

verfasst von Charlotte Werner am 09. Dec. 2013