Hildesheim - Das ist Lea Sophie Tatsch

Hildesheim - Das ist Lea Sophie Tatsch

Hildesheim - Das ist Lea Sophie Tatsch

Wer bin ich?
Lea Sophie Tatsch, 20 Jahre, aus Stuttgart.

Was studiere ich?
Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Uni Hildesheim

Wie bin ich zur Idee, „was mit Theater zu studieren“ gekommen?
Ich will jetzt eigentlich gar nicht lange ausholen, aber von ein paar Eindrücken erzählen, die mich wohl dahin gebracht haben.
An meinen ersten Kontakt zum Theater kann ich mich selber nicht mehr allzu sehr erinnern, aber ich weiß noch, dass ich mal in der Grundschule mit der Klasse „Jim Knopf“ auf der Bühne gesehen habe. Das hat mich wahnsinnig fasziniert, denn dort gab es eine Drehbühne und einen „echten“ Drachen. Außerdem war ich das ein oder andere Mal mit meiner Familie in der Oper.

Meine erste Spielerfahrung durfte ich dann in der Grundschule in einer Theater-AG sammeln. Ich fand das wahnsinnig toll und ich glaube das war auch der erste Moment, wo ich das Theater für mich entdeckt habe.
Danach folgten dann weitere Theatergruppen im Gymi, darunter auch eine „English Drama Group“, in der ich meine Leidenschaft zum Theater nochmals vertiefte.

Zu diesem Zeitpunkt war Theater für mich meine Freizeit, mein Fluchtpunkt, meine Leidenschaft. Ich hatte mir aber noch keine wirklichen Gedanken darüber gemacht es beruflich zu wagen.
Ein wichtiger Wendepunkt, mich dazu zu entschließen es auch beruflich mit Theater zu versuchen, war als ich einen Improworkshop in der VHS belegte. Dort bekam ich nicht nur den Anschluss an eine freie Improtruppe, mit der ich jede Woche proben und auch ein paar tolle Aufführungen erleben durfte, sondern noch den Tipp im Jungen Ensemble Stuttgart ein Praktikum zu machen und mir Theater genauer anzusehen. So war ich nach meinem Abi unterwegs in eine neue Welt: Dem Kinder- und Jugendtheater JES.
Diese Zeit war bisher eine der lehrreichsten und schönsten für mich. Ich lernte super Leute und ein großes Spektrum der Theaterpädagogik und anderer Bereiche kennen. Von dort bekam ich dann auch den Tipp mit Hildesheim.
So bewarb ich mich (nach einigem Hin und Her, ob ich mich wirklich für Theater als Berufsweg entscheiden soll) also in Lingen und in Hildesheim, wo ich jetzt auch tatsächlich gelandet bin.

Wenn ich jetzt meine geschriebenen Zeilen so lese, bin ich doch etwas überrascht, wie einzelne Abschnitte und Momente, die ich eigentlich nicht bewusst für mein späteres Studium gegangen bin, zusammenhängen und im Nachhinein dann so ein Muster, einen Weg ergibt. Auch wenn ich überlege, wie furchtbar planlos ich nach meinen Abi war, bin ich doch sehr glücklich, dass es sich alles so ergeben hat.

Was ist Theater für mich?
Schreien, lachen, weinen, nachdenken, langweilen, provozieren, verführen, veralbern, schockieren,…
Ein Raum, in dem man sich austoben darf
In „geschütztem“ Rahmen sein, wie man will
Begeisterung
Fluchtpunkt und Ausdrucksmöglichkeit
Bewegend und emotional
Großes, soziales Gebilde
Vertrauen (in sich und in die Gruppe)
Spannendes Wechselspiel zwischen Akteuren und Zuschauern
Spaß

verfasst von Lea Sophie Tatsch am 29. Nov. 2013