Lingen - Bericht KW 41/42 von Kristina

Lingen - Bericht KW 41/42 von Kristina

Lingen - Bericht KW 41/42 von Kristina

Die Woche beginnt mit einer Unterrichtseinheit sprachliches und performatives Gestalten, was ich als sehr angenehmen Wochenstart empfinde.

Woche 3

Wir bearbeiten die Texte von letzter Stunde aus dem „Automatischen Schreiben“. Besonders fasziniert mich daran, welche wunderschönen lyrischen Texte wir aus ungeordneten Gedanken machen.

Donnerstagabend findet unsere lang ersehnte „Ersti-Party“ im Institut statt, bei der wir uns mit unserer „Patenfamilie“ zum Thema „Traumrolle“ verkleiden. Meine Patenfamilie stellt Alice im Wunderland dar. Die Konstellationen reichen aber auch von der Blue Man Group über Benjamin Blümchen bis zur Rocky Horror Picture Show. Insgesamt wird es ein gelungener, feuchtfröhlicher Abend. 

Das letzte Modul der Woche ist Körperwahrnehmung und Bewegungslehre. Wir sind alle noch ziemlich müde von der Ersti-Party und brauchen ein wenig um wach zu werden. Wir beschäftigen uns dieses Mal mit den Beinen und dem Gang eines Jeden.

Mich fasziniert es nach wie vor, wie aussagekräftig der eigene Stand und Gang ist. Mit einem Tuch verdecken wir unseren Oberkörper, sodass man sich wirklich nur auf die Beine konzentriert. Dann analysieren wir bei jedem Einzelnen Stand, Gang und Linie der Beine.

Am Wochenende findet das Filmfestival in Münster statt, wo es einige spannende Präsentationen zu sehen gibt.

Woche 4

Diese Woche beschäftigen wir uns im Schauspielunterricht weiterhin mit Stanislawski und den „W-Fragen“ ( Wer, Wann, Wo, Warum) um Improvisationsszenen zu konkretisieren. Dazu machen wir eine Übung zu zweit, in der die eine Person „Regisseur“ ist und die andere „Schauspieler“. Wir arbeiten mit einem Stuhl und versuchen, ohne vorher schon alles festzulegen, den Partner in eine Situation zu begeben mit der er arbeiten kann. Nach und nach konkretisieren sich die Szenen von alleine immer mehr. Was mir dabei stark auffällt ist, dass es hilft, klein anzufangen. Das heißt zunächst nur ein W vorzugeben. Außerdem finde ich es spannend zu beobachten, wie „Schauspieler“ und „Regisseur“ in einer Wechselbeziehung stehen. Durch die Handlung des Spielenden wird die Phantasie des „Regisseurs“ angeregt und umgekehrt.

Wir haben diese Woche unser zweites semesterinternes Forum, wo wir die anstehenden Hospitationstage in Osnabrück nochmal genauer besprechen. 

Donnerstags habe ich zum ersten Mal Volleyball Hochschulsport. Ich bin froh, mich mal wieder ein wenig außerhalb meines Intakes zu bewegen und auf neue Gesichter zu treffen.

Im Modul kreative Pädagogik geht es diese Woche um das Selbstbild und die Wirkung auf Andere. Dazu bilden wir kleinere Gruppen, in denen sich immer Einer nach dem Anderen der Gruppe „vorstellt“. Eine Minute lang wird dann von den anderen Gruppenmitgliedern alles beobachtet: Körpersprache, Mimik, Sprache. Danach tauschen sich die Gruppen untereinander aus und ich finde es wahnsinnig interessant, wie viel von dem, was die Anderen bei mir gesehen haben mit meinem Selbstbild übereinstimmt und was mir andererseits gar nicht über mich bewusst war.

Danach geht es für mich ab ins Auto und übers Wochenende in das wunderbare Köln.

verfasst von Kristina Hrubesch am 27. Oct. 2013