Lingen - Bericht KW 40/41 Nina

Lingen - Bericht KW 40/41 Nina

Lingen - Bericht KW 40/41 Nina

Zu Beginn der Woche, habe ich mich ziemlich matt gefühlt. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich unbewusst einiges zu verarbeiten hatte und mir bisher viel zu wenig Zeit für mich selbst genommen habe.

Zum einen sind da die neue Umgebung, die neuen Menschen und der neue, sich erst langsam einstellende, Alltag, an die ich mich gewöhnen muss, zum anderen sind da die Studieninhalte, die mich immer wieder daran erinnern, wie wichtig es ist, mich selbst und meine Wahrnehmung der Umwelt zu hinterfragen.

In dem Fach „Sprachliches und Performatives Gestalten“ wurde mir bewusst, wie festgefahren ich teilweise in meiner Art des Schreibens bin. „Spiel mit deinen Worten“, steht daher zur Zeit groß und breit in meinem Kalender.

Am Tag des Impulstrainings, bekam ich erneut tiefe Einblicke in mein Selbst. Zum ersten Mal seit langer Zeit, gelang es mir, vor anderen Menschen zu weinen. Dies war für mich ein wichtiger Schritt, da ich mir mit Studienbeginn vorgenommen hatte, meine Emotionen offen zu zeigen und mich nicht mehr für mein stark emotionales Selbst zu schämen.

Am Abend des Impulstrainings, haben die 3.Semester-Studenten für unser 1.Semester eine Party veranstaltet. Tanzend und trinkend konnte ich die Menschen noch einmal anderes kennenlernen und habe mich angenommen und angekommen gefühlt.

Etwas übermüdet bin ich dann ins Wochenende gestartet.

Zu Beginn der nächsten Woche, hatte ich am Montag Abend das erste mal meinem Yoga-Kurs, einen Hochschulkurs, zu dem ich mich angemeldet hatte. Der Kurs fand in einem Gebäude der VHS-Lingen statt. Dort hatte die Yoga-Lehrerin in einem kleinen Raum ein paar Kerzen angezündet, wodurch sogleich eine kuschelige Stimmung erzeugt wurde. Ich, die ich vorher noch kein Yoga gemacht hatte, war von dem Kurs sehr beeindruckt und freue mich jetzt schon auf das nächste Mal.

Der Rest der Woche verlief ungefähr so, wie die Wochen davor; eine Menge Input und Gedankenanregungen und zu wenig Zeit, diese ausführlich zu verarbeiten.

Besonders war für mich noch der Donnerstag, an dem unser Dozent fürs Impulstraining nicht da war. Wir hatten die Aufgabe, jeder eine Übung mitzubringen und diese als Gruppenleiter/in mit unseren Mitstudenten durchzuführen. Es war wunderschön, einmal die große Tanzhalle für sich zu haben und die Anderen dabei zu erleben, wie sie eine Gruppe anleiten.

verfasst von Nina Nitzsche am 27. Oct. 2013