Lingen - Leonie Adam stellt sich vor

Lingen - Leonie Adam stellt sich vor

Lingen - Leonie Adam stellt sich vor

Die Lingener Studentin schreibt regelmäßig über ihr Studium. Hier könnt ihr noch mehr über sie efahren.

5 Fakten über mich:
Mein 2. Name ist Ute, mein 3.Name Maria, habe ein Fable für Ohrringe, bin 20 Jahre alt, will eine Reise durch Russland machen und finde Avocados sehr lecker!

Ich lebe gerade in...
Münster. Es gibt Momente, da bereue ich diese Entscheidung, vor allem wenn der Zug morgens ausfällt und mir bewusst wird, dass meine Lingener Mitstudenten 1 ½ Stunden länger schlafen können. Dass wir an Performances, Theaterabenden und ,,Feiereien“ teilhaben können ist die schicke Seite der Entscheidung. Man nimmt an einem ,,normalen“ gesellschaftlichen Leben mehr als in Lingen teil.

Kurz und knapp – Theaterpädagogik in 10 Worten:
Menschenfreund/In
stetig wandelnd
intensiv
re-entfremdend
für-ALLE-Menschen-schick
Wertungsfreie Zone
Grenzüberschreitend
Lebensreflexion
Gruppe-und-ich
Wertschätzung

Das Besondere an meinem Studiengang ist,...
dass sich 8 Dozenten mit 18 Menschen pro Semester auseinander setzen und WIR als Menschen dabei wirklich Aufmerksamkeit erfahren und mit uns gearbeitet wird.

Ich habe mich entschieden Theaterpädagogik zu studieren weil...
.. es mein Beitrag zu dieser Welt ist, zu versuchen ihre Vorgänge in Worte zu fassen und Menschen Bewusstsein zu schaffen für sich und andere(s), zudem Menschen Spielräume zurück zu geben.

Dieses Ereignis hat mich dazu bewegt, mich für diesen Studiengang zu entscheiden:
In meinem Praktikum am Maxim Gorki Theater durfte ich ein Theaterkurs am Camous Rütli Berlin begleiten und habe Jugendliche auf der Bühne im Prozess durch meine Mitarbeit aufblühen und strahlen sehen. Dieses Feesback war das schönste Geschenk, dass ich je bekommen habe.

Die Aufnahmeprüfung habe ich folgendermaßen erlebt:
Das Wort ,,Prüfung“ löste in mir erst mal große Aufregung aus, vor allem geprägt durch schon erlebte Aufnahmeprüfungen. Präsentieren, begutachtet werden und interessant wirken. Doch schon das Übernachten bei Studierenden vor dem großen Tag brach diese emotionale Hürde.
Nachdem alle Teilnehmer im Institut versammelt und die Begrüßungsworte gesprochen wurden, ging es los. Die paradoxe Situation während der Übungen bei sich und zugleich bei den Beobachtern präsent zu bleiben wurde als solche von den Dozenten verbalisiert und daher die Spannung gebrochen. Dass das ganze Verfahren eigentlich gegen die pädagogischen Inhalte des Instituts arbeite, auch. Unterschiedlichste Aufgaben (Improvisation/ Textverständnis/ gemeinsamer Gesang...) sollten wir in kleinen und großen Gruppen bewältigen. Miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Niemand wurde bloßgestellt oder in unangenehme Situationen gepresst. Nachdem ich mich auf die Menschen und Situation einstellte, hatte ich vor allem einfach Spaß an den Übungen und lernte die anderen Teilnehmer schätzen. Die Dozenten gestalteten zudem eine lockere Atmosphäre. In der Mittagspause kochten die Studierenden für uns, die den ganzen Tag als Ansprechpartner und Seelsorger im Institut anwesend waren.

Sehr erschöpft und zufrieden setzte ich mich abends in den Zug Richtung Heimat, mit dem guten Gefühl, dass selbst wenn ich nicht dort studieren hätte dürfen, der Tag sehr spannend war.

verfasst von Leonie Adam am 19. Oct. 2013