Ottersberg - Bericht VII

Ottersberg - Bericht VII

Ottersberg - Bericht VII

Was für eine intensive erste Woche nach den Ferien!
Unser Stundenplan hat sich fast komplett verändert. Für die nächsten sechs Wochen haben wir hauptsächlich Erzählen und Mitteilen sowie Tanz. Dazu später mehr.

In der ersten Woche hatten wir nämlich noch den Workshop Schreibwerkstatt. Jeden Tag drei Stunden intensives kreatives Schreiben. Methoden kennen lernen, sich ausprobieren, vorlesen, zu hören, Feedback geben. Biographisches und fiktives Schreiben. Alleine kreativ sein und in der Gruppe. Ich bin jetzt voll mit Geschichten und Ideen. Wir wollen schreiben, Blockaden sind gelöst.
Bei diesem Workshop ging es zunächst „nur“ um das Schreiben von Kurzgeschichten und Geschichtenaufbau. Dialogisches/ Szenisches Schreiben kommt später. Ein wenig ins Monologe-schreiben haben wir jedoch geschaut.

Und was für einen Muskelkater ich habe. Tanz, Akrobatik, Feldenkrais und nochmal Tanz. Ich wusste gar nicht, dass man beim Laufen bestimmte Muskelpartien im Bauch bewegt, jetzt merke ich es bei jedem Schritt.
Tanz ist aufgeteilt in die geheimnisvoll klingenden Fächer Körper.Raum.Sprache. Und Körper.Raum.Klang. In Tanz geht es zunächst darum ein Gefühl dafür zu bekommen wie stehen diese Dinge - Körper, Raum, Sprache und Klang - in Bezug zueinander?
Es wird viel tänzerisch improvisiert, zu Schlagworten und Bildern. Es gibt aber auch Feldenkrais um ein besseres Körpergefühl zu bekommen, den Körper durchlässiger zu machen. Das ist wiederum nützlich für Erzählen und Mitteilen.
Nächstes Semester hat jeder von uns dann eine kleine Präsentation. Wir sollen jeder eine kleine Choreographie entwickeln. Ich seh mich da ja noch nicht, ich hab es nicht so mit auf der Bühne tanzen, aber wer weiß.

Auch in Erzählen und Mitteilen wird es nächstes Semester eine Präsentation geben. Aber erst mal: Was ist damit überhaupt gemeint, Erzählen und Mitteilen?
In Erzählen und Mitteilen sollen wir lernen eine fremde Biographie/ Geschichte so zu erzählen als wäre es tatsächlich unsere. Es geht nicht darum eine Rolle zu erfinden und zu spielen sondern uns eine fremde Geschichte, einen fremden Text zu eigen zu machen und sie direkt erzählen zu können; jemanden, z.B. ein Publikum, direkt anzusprechen.

Zweimal hatten wir bis jetzt Erzählen und Mitteilen und es ist bereits jetzt ein Lerneffekt eingetreten. Das wird eine intensive, tiefgehende Arbeit.
Am Ende des Erzählen und Mitteilen­ Blocks, also nächstes Semester, werden wir auch mit diesem Fach eine kleine Präsentation erarbeitet haben, in 8er­Gruppen haben wir dann eine halbstündige Präsentation.

Unsere Wahlpflichtfächer laufen natürlich parallel weiter. Das sind bei mir Kunstgeschichte und Kultursoziologie. In Kultursoziologie halten wir jetzt Referate über verschiedene Künstlergruppen.

Nun dann auf in eine zweite, hoffentlich genauso lehrreiche, Woche des Jahres.

verfasst von Charlotte Werner am 13. Jan. 2014