Ottersberg - Bericht VIII

Ottersberg - Bericht VIII

Ottersberg - Bericht VIII

Wow, wo ist die Woche hin? Eben war noch Montag früh und jetzt ist Montagabend, aber sieben Tage später.
Es ist alles gerade so viel, dass ich mitdem Verarbeiten gar nicht mehr hinterher komme.

Am Donnerstag sahen wir unsere eine Dozentin das erste Mal in diesem Jahr wieder und sie fragte uns zunächst warum wir alle so fertig aussehen, was denn los sei. Geantwortet hat, glaube ich, keiner.

In Erzählen und Mitteilen lernen wir Aufwärmübungen für Körper und Stimme und zeigen uns gegenseitig unsere Lieblingsorte. Wir erzählen und zeigen uns mit Hilfe unserer Sprache und unseres Körpers wie es dort aussieht. Dabei vermitteln sich Emotionen die wir zu den Räumen haben. Was für schöne Orte es gibt. Und wie unterschiedlich sie alle sind.
Die einen zeigen ein Zimmer, das sie besonders mögen, andere einen Ort draußen; wieder andere einen ganz bestimmten Platz bei ihren Lieblingstieren, auf einem Hof. Und überall möchte man gerne mal wirklich hin.
Wir lernen wie man richtig Pausen setzt, wie man im Kopf des Zuhörers ein klares Bild entstehen lässt, wie man Zuhörer mitnimmt in seine Welt.

Wir treffen uns das erste Mal in unserer Kleingruppe um ein Konzept, eine Idee für unsere zusammenhängende Präsentation zu entwickeln. Wir schwärmen aus und machen uns auf die Suche nach Texten.

Bei Tanz probieren wir uns weiter aus. Ich erlebe zum ersten Mal wie Tanzen einen auf sich selbst zurück werfen kann, wie ich jemand anderem, nur mit Hilfe meines Körpers und ohne Pantomime, etwas vermitteln kann.
Ich habe das Gefühl das langsam etwas in mir zu wachsen beginnt, das sich vielleicht irgendwann zu einer Choreographie entwickeln könnte und etwas von mir selbst ausdrückt.
Das erleichtert mich. Das wir selbst eine Choreographie entwickeln sollen hatte mich zu Anfang doch sehr verunsichert und verwirrt. Das ist noch da, aber es wird kleiner.

Akrobatik ist diese Woche das entspannteste Fach, ich hätte nicht gedacht, dass ich das einmal sage. Wir üben Kopfstand. Ich übe solange bis ich ganz dösig im Kopf bin, dann mache ich lieber mal eine Pause.

Die Proben zu Frühlings Erwachen haben begonnen. Ich kann mir vorstellen, dass es echt gut wird.
Wir lachen viel bei den Proben und finden Kleinigkeiten die das Ganze lebendig machen. Es ist toll mit meinen Kommilitonen zu proben, sie lassen sich auf alles ein, reflektieren aber und sagen klar was ihnen gefällt und wo sie ein Problem mit haben.
Bis jetzt eine tolle Probenatmosphäre.
Toi Toi Toi, dass das so bleibt.

verfasst von Charlotte Werner am 21. Jan. 2014