Ottersberg - Bericht X

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Ottersberg - Bericht X

Erzählen und Mitteilen, Tanz, Erzählen und Mitteilen, Erzählen und Mitteilen, Tanz, Erzählen und Mitteilen. Wir haben gerade ganz klar einen Schwerpunkt. Und nächstes Semester unsere ersten öffentlichen Präsentationen. Darauf arbeiten wir zu - und zwar intensiv.

In Erzählen und Mitteilen beschäftigen wir uns noch immer mit unseren Orten, aber es klingt ab. Wir verpacken ihn in geschriebenes, verdichten ihn. Außerdem versuchen wir einen Mittelweg zu finden eine Ortsbeschreibung so klar zu machen, dass jeder weiß, wo man wann abbiegen muss und gleichzeitig dabei ein klares Bild vom Aussehen des Weges zu erschaffen. Klingt erst mal einfach, ist aber gar nicht mal so leicht.

Außerdem haben wir begonnen mit etwas, das ich mal: Wahr oder erfunden? nenne. Wir haben jeder einen Partner zugeteilt, der sich eine Aufgabe für uns ausdenken sollte, mit deren Hilfe wir eine Geschichte erzählen sollen.
Beispiel: Du hast an einer Ahnenzeremonie teilgenommen. Nun kann der, der die Aufgabe bekommen hat, sich entscheiden ob er uns erzählt wie das damals war, als er an dieser Ahnenzeremonie teilgenommen hat oder ob er uns eine ihm tatsächlich passierte Geschichte erzählt. Wir müssen nach der Geschichte entscheiden ob wir sie glauben oder nicht und unsere Entscheidung begründen. Erst danach löst der Erzähler auf, ob die Geschichte wahr oder erfunden ist. Man findet so schnell raus wie man sich selbst verrät, wann man anscheinend so unsicher wird das einem eine plausible Geschichte nicht mehr abgenommen wird. Bis jetzt haben wir nur erfundene Geschichten gehabt. Ich bin neugierig, wann eine wahre Geschichte erzählt wird und ob sie dann auch von einigen nicht geglaubt wird, bzw. warum sie nicht geglaubt wird.

Auch an unseren Texten für die Präsentation haben wir begonnen zu arbeiten, zu schauen, wie komme ich dahin, dass es mein Text wird.

In Ästhetik und Kulturtheorie des Erzählens haben wir begonnen unserer praktischen Arbeit von Erzählen und Mitteilen einen theoretischen Unterbau zu geben.

In Tanz habe ich mein Bild für die Präsentation gefunden und auch schon eine choreographische Idee, jetzt muss ich es nur noch umsetzen. Über meine Idee bin ich allerdings mehr gestolpert als das ich bewusst dahin gekommen wäre.

In Akrobatik haben wir in der letzten Stunde auf Glasscherben stehen gelernt. Für viele eine Überwindung, aber trotz das es freiwillig war hat es jeder gemacht. Das war ein tolles Erlebnis, das uns alle ein Stück hat wachsen lassen. Wir haben dabei auch gelernt, wie man einen eigenen Scherbenhaufen pflegt und, ganz wichtig, wie man so etwas mit kleinen Kindern macht, ohne das sie Glasscherben auf der Straße gegenüber unvorsichtig werden.

Alles in allem starte ich jetzt etwas erschöpft und platt, aber dennoch voller Ideen, in die Semesterferien.

verfasst von Charlotte Werner am 16. Feb. 2014