Ottersberg - Bericht XII

Ottersberg - Bericht XII

Ottersberg - Bericht XII

Nach einer, durch Zeitmangel ausgelösten, etwas längeren Berichtspause nun wieder ein Bericht aus Ottersberg.

Nach den Semesterferien haben wir fieberhaft auf unsere erste öffentliche Präsentation hingearbeitet und getanzt und getanzt und getanzt und natürlich weiterhin für die Erzählen und Mitteilen Präsentation geprobt, die jetzt in eineinhalb Wochen ist.

Jetzt aber erst mal zu Tanz. Wir haben uns alle über die Semesterferien ein Konzept für unsere eigene Miniperformance oder -choreographie überlegt. Wir haben sie vorgestellt, uns Leute die wir brauchten aus unserem Semester gesucht und dann geprobt, bis es gut war. Dann kam auch schon die Präsentation. Die Präsentation hatte aber noch eine Besonderheit. Das erste Semester Kunsttherapie saß mit Zeichenblöcken in den Zuschauerreihen. Jeder des ersten Semesters hat einen von uns zugeordnet bekommen und sich Skizzen zu unserer Präsentation gemacht. Eine Woche später haben sie uns ihre Skizzen und Bilder zu der Performance gezeigt, ein Teil von uns durfte seine sogenannten Echozeichnungen mitnehmen. Wir konnten auch mit den Künstlern über ihre Bilder, unsere und ihre Ideen diskutieren. Das war sehr spannend.

Kurz vor der Präsentation hatten wir dann noch ein Chorwochenende. Für einige war das schwerer als für andere. Es gibt bei uns Einige (darunter auch ich) die in ihrem Leben schon viel gesungen haben, Gesangsunterricht hatten, im Chor gesungen haben und ähnliches. Aber Einige haben noch nie wirklich gesungen oder immer schlechtes zurückgemeldet bekommen. So haben wir uns gemeinsam auf eine Entdeckungsreise zu unserer Singstimme gemacht. Wir haben gelernt wie man einen Kanon anleitet, einer Gruppe beibringt die den Kanon noch nicht kennt. Außerdem haben wir einen Ausblick auf den dritten Teil unseres Semesters bekommen, denn da werden wir nochmal intensiv Gesang haben. Und dann gehen wir auch an Einzelarbeit mit unserer Stimme.

Nach unserer Präsentation hatten wir keine Zeit zum Durchatmen, denn danach ging es ja direkt in die heiße Phase der Vorbereitungen für die nächste Präsentation. Erzählen und Mitteilen. Wir haben das Fach weiterhin in der Großgruppe und arbeiten da am Geschichten erzählen generell, in der Halbgruppe, da arbeiten wir an unseren Texten für die Präsentation und Übstunden in denen wir in der Kleingruppe an unserem Konzept für die Präsentation arbeiten und unsere Texte ohne Dozenten üben. In der Großgruppe erzählen wir uns gerade Gegenstandsgeschichten. Das heißt jeder von uns hat einen Gegenstand, der ihm am Herzen liegt, mitgebracht, wir bekamen eine andere Person zugeordnet und haben unsere Gegenstände dem uns Zugeordneten gezeigt. Nun schreibt jeder eine Geschichte darüber wie der Gegenstand in den Besitz desjenigen dem er gehört kam. Diese Geschichten sollen kleine Geschenke sein, die wir uns schenken.

Diese Woche fiel bei mir außerdem der Groschen was genau der Unterschied zwischen Schauspielen und theatralem Erzählen ist. Das hat mich ziemlich umgehauen, denn ich hatte auf einmal das Gefühl überhaupt nichts zu können und bis jetzt alles falsch gemacht zu haben. Aber zum Glück lasse ich mich ja nicht so leicht unterkriegen. Jetzt bekomme ich es hin. In diesem Zuge habe ich einen meiner Dozenten geflasht, da er gedacht hatte ich würde viel länger brauchen um den inneren Umschalter zu finden, um vom Schauspielen zum Erzählen zu kommen. Das war ein gutes Erfolgserlebnis, das ich da aber auch echt gebraucht hatte.

Jetzt freue ich mich erst mal auf ein paar freie Ostertage, denn die Erholung habe ich, und ich glaube wir alle, jetzt nötig. Ich freue mich aber auch nach Ostern wieder erfrischt weiter zu arbeiten. In diesem Sinne wünsche ich frohe Ostern.

verfasst von Charlotte Werner am 24. Apr. 2014