Theateraustausch zwischen Hochschulen Hildesheim, Ottersberg und Lingen

Theateraustausch zwischen Hochschulen Hildesheim, Ottersberg und Lingen

Theateraustausch zwischen Hochschulen Hildesheim, Ottersberg und Lingen

Autorin: Helen Reichardt, Studierende des „Instituts für Theaterpädagogik“ in Lingen

30.05.14. Ich sitze im Zug nach Hildesheim. Das Literaturfestival „Prosanova“ lockt mich in die Stadt, in der unsere „Kollegen/innen“ studieren.
Im Wintersemester 2013/14 habe ich beim Theateraustausch Hildesheimer/innen und Otterberger/innen kennen gelernt. Die geknüpften Kontakte wollen vertieft werden und so bin ich nun auf dem Weg in ein „literarisches“ Wochenende mit den Hildesheimer/innen.

Ottersberg, Hildesheim und Lingen – drei Hochschulen mit theaterpädagogischen Veranstaltungen. Sowohl in Ottersberg als auch in Lingen kann man einen Bachelor der Theaterpädagogik absolvieren. Der Ottersberger Bachelor trägt den Titel „Theater im Sozialen“. „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ oder beispielsweise „Szenische Künste“ kann man in Hildesheim studieren. An allen drei Orten beschäftigt man sich mit ähnlichen Themen, doch die Herangehensweisen unterscheiden sich.

Aus Neugierde, wie diese verschiedenen Ansätze aussehen mögen, wurde im Sommersemester 2013 ein „Theateraustausch zwischen Ottersberg, Hildesheim & Lingen“ auf privater Ebene gestartet. Nun fand bereits der vierte Austausch statt.

Am Wochenende vom 16. ­ 18.05.14 trafen sich 20 Studierende der drei Hochschulen im „Institut für Theaterpädagogik“ in Lingen, um gemeinsam zum Thema „Das kommunikative Vakuum – wir kreieren SpielRäume“ zu arbeiten. Jede Hochschulgruppe brachte einen Workshop mit und zeigte einen Ausschnitt ihrer Arbeitsweise. In der gemeinsamen Arbeit entdeckt man Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Vorgehens­ und Denkweise. Um das eigene Handeln zu begreifen und zu reflektieren, ist die Konfrontation und der Austausch mit Anderem wichtig.

Einmal über den Tellerrand schauen und sehen, wie es anders laufen, welche Perspektiven man auf theaterpädagogische Themenfelder einnehmen und wie man einen neuen Handlungsspielraum erobern kann.
Das gemütliche Beisammensein, ob morgens am großen Frühstückstisch oder abends beim Grillen, bot Raum für eine Begegnung jenseits von fachlichen Gesprächen.

Innerhalb kürzester Zeit entstand eine Gemeinschaft, in der reger Austausch und Diskussionen stattfanden. Es gab einen roten Faden, doch jeder Impuls hatte Platz im lockeren Tagesablauf.
Jeder Theateraustausch stellt organisatorisch eine große Herausforderung dar. Alle Studierenden sind an ihren Hochschulorten in verschiedene Projekte eingebunden und die Semesterzeiten unterscheiden sich.
Um so schöner ist es, dass der Austausch trotzdem zustande kam und dass wir im kommenden Wintersemester in Ottersberg zu Gast sein dürfen.

verfasst von Helen Reichardt am 07. Jun. 2014