EINE UND EINE

EINE UND EINE

EINE UND EINE

„Aller Anfang ist schwer, heißt es, aber in diesem Fall gilt das Gegenteil. Der Anfang ist das Leichteste. Der Anfang ist einfach da. Zwei Menschen sehen sich an. Das hatten sie gar nicht gewollt."

Das Tafereel Theater Münster präsentiert in diesem Monat die neue Produktion "Einer und Eine" unter der Regie von Annette Knuf:

Presse zum Stück:

tafereel-THEATER

„Einer und Eine“von Martin Heckmanns

„Aller Anfang ist schwer, heißt es, aber in diesem Fall gilt das Gegenteil. Der Anfang ist das Leichteste. Der Anfang ist einfach da. Zwei Menschen sehen sich an. Das hatten sie gar nicht gewollt."

Einer und Eine- so lautet der Titel des Stückes von MartinHeckmanns, das das tafereel-Theater unter der Regie von Annette Knuf auf die Bühne des Kreativ- Hauses bringt. Premiere ist am 8.Juni.

Heckmanns Stück ist eine zeitgeistige, aberwitzige Liebesgeschichte, dessen Protagonisten zwischen Neugierde und Altlasten, Annäherung und Überforderung changieren. Sprachvirtuos entwirft das aktuelle Stückeine kluge, dramatisch ausgefeilte und präzise Analyse des Lebens und Liebens einer sprachmächtigen und doch ratlosen Generation.

Im Mittelpunkt stehen Grete und Jakob, zwei junge verkopfte, verschrobene Akademiker, die sich wider besseres Wissen ineinander verlieben. Im Neonlicht im Supermarkt zwischen Sahne und tiefgefrorenen Himbeeren. Sie sind Experten für die Interaktions-Theorie, aber ziemlich unbeholfen in der eigenen Praxis im zwischenmenschlichen Feldversuch.Und doch überwinden sie ihre Scheu und wagen sich in die Zweisamkeit. Erzählt, geführt und kommentiert von zwei neunmalklugen Dämonen, die im Verlauf der Geschichte ihr Eigenleben und vor allem Eigenlieben entdecken. Sie mischen als Strippenzieher, Gegenspieler und Nebenfiguren mit und setzen das Paar immer wieder unter Außenweltdruck. Denn schließlich braucht jede Liebe ein Drama!

Das vierköpfige tafereel-Ensemble setzt die Verstrickungen der Beiden und das Tun der dämonischen Glücksspielmacher mit feinem Sinn für die skurrilen Momente und die zerbrechlichen Augenblicke zwischen den Zeilen um.

Mit dieser Produktion feiert das tafereel-Theater ein kleines Jubiläum: Einer und Eine ist bereits die zehnte Produktion. Die Arbeiten des tafereel-Theaters stehen für tempo-, bilder- und bewegungsreiche Inszenierungen, die sich stets hintersinnig mit zeitgenössischem Theatertexten und aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Und auch dieses Mal lädt die Inszenierung das Publikum zum Gucken, Horchen, Schmunzeln, Mit-Fühlen und Nachdenken ein.

Ein Theaterabend über die Zufälligkeiten der Liebe, die eigenen Ansprüche und das (Un)Glück, das man daraus macht: Denn wie lässt sich der Zufall des Anfangs, die erste aufregende Verliebtheit, in die Dauer überführen? Wo steckt man die vielen anderen idealen und imaginären Gestalten hin, die man schon längst im Liebesgepäck hat, wenn man es doch mit dem Einen oder der Einen versuchen will?

Premiere: Sonntag 8. Juni, 20 Uhr

Weitere Aufführungen: 9./20./22. Juni 20 Uhr, 21. Juni 19 Uhr

Ort: Kreativ-Haus, Diepenbrockstraße 28, 48145 Münster

Karten unter: 0251- 26 53 92 92

Es spielen: Julia Bodenburg, Thomas Löhr, Karsten Ritter, Linda Simm

Regie: Annette Knuf

Assistenz: Anja Zienterra

Bühne:Henri Alain Unsenos

Kostüm:Tina Toeberg

Infos: www.annette-knuf.de

Eine Produktion des tafereel-THEATERder VHS Münster

Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag

Mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt Stadt Münster, Freundeskreis der Volkshochschule

verfasst von Lu Reichel am 11. Jun. 2014